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Die Pflegeversicherung

 

Was ist die Pflegeversicherung?

 

Die Pflegeversicherung ist eine Sozialversicherung. Sie versichert pflegebedürftige Menschen, also Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger, seelischer Krankheiten oder Behinderungen auf Dauer (mind. 6 Monate) Hilfe im Alltag benötigen.

 

Man unterscheidet gesetzliche Pflegeversicherungen (Pflichtversicherungen), private Pflegeversicherungen und Pflegezusatzversicherungen (freiwillige Privatversicherungen). Jedes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung wird gleichzeitig Mitglied der Pflegeversicherung. Jede privat versicherte Person muss sich zusätzlich privat pflegeversichern.

 

Wer hat Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung?

 

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Bedürftiger Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen kann:

  • eine Versicherung in der Pflegeversicherung muss gegeben sein
  • eine Vorversicherungszeit muss überschritten sein
  • der Bedürftigte muss einen Antrag bei der Pflegekasse stellen
  • eine Einstufung in die Pflegeversicherung muss erfolgt sein

 

Wer übernimmt die Einstufung und welche Pflegestufen gibt es?

 

Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen, die auch über die Einstufung in die sogenannten Pflegestufen entscheiden.

 

Pflegestufe 1: Erheblich pflegebedürftig sind Menschen, die täglich durchschnittlich 90 Minuten lang Hilfe benötigen, wobei davon mindestens 46 Minuten auf mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) entfallen.

 

Pflegestufe 2: Schwer pflegebedürftig sind Menschen, die täglich durchschnittlich drei Stunden lang Hilfe benötigen, wobei davon mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) entfallen. Die grundpflegerische Hilfe muss dabei täglich zu mindestens drei verschiedenen Zeiten nötig sein und mehrmals wöchentlich muss hauswirtschaftliche Hilfe nötig sein.

 

Pflegestufe 3: Schwerst pflegebedürftig sind Menschen, die täglich durchschnittlich fünf Stunden lang Hilfe benötigen, wobei davon mindestens vier Stunden auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) entfallen und der konkrete Hilfebedarf rund um die Uhr (auch nachts) gegeben ist.

 

Pflegestufe 3 plus Härtefall: Werden die Voraussetzungen der Pflegestufe 3 deutlich überstiegen, kann die Härtefallregelung gelten. Konkret kann diese gelten, wenn auch nachts regelmäßig zwei Pflegepersonen gleichzeitig benötigt werden oder die Hilfe bei der Grundpflege durchschnittlich sieben Stunden beträgt und davon zwei Stunden auf die Nacht entfallen.

 

Finanzielle Unterstützung für Pflegebedürftige:

 

 

 

Pflegegeld

Sachleistungen in der ambulanten Pflege (zu Hause)

Sachleistungen in der stationären Pflege (im Heim)

Pflegestufe

ab 01.01.2010

ab 01.01.2012

ab 01.01.2010

ab 01.01.2012

ab 01.01.2010

ab 01.01.2012

Stufe 1

225,--

235,--

440,--

450,--

1.023,--

bleiben

unverändert

Stufe 2

430,--

440,--

1.040,--

1.100,--

1,279,--

Stufe 3

685,--

700,--

1.510,--

1.550,--

1.510,--

1.550,--

Stufe 3 plus Härtefall

 

 

1.918,--

1.918,--

1,825,--

1.918,--

 

 

Sachleistungen sind Dienstleistungen professioneller Pflegeeinrichtungen. Das Geld für die Sachleistungen erhalten die Pflegeeinrichtungen direkt von der Pflegekasse.

 

Hingegen bezieht sich das Pflegegeld auf private Hilfen. Auch Kombinationsleistungen aus beiden finanziellen Hilfen sind möglich.

 

Ist eine Pflegeperson an der Pflege gehindert (z.B. wegen Krankheit, Erholungsurlaub oder anderen Gründen) besteht der Anspruch auf Verhinderungspflege. Jedoch entfällt in der Zeit der Verhinderungspflege der Anspruch auf Pflegegeld. Die Verhinderungspflege wird pro Kalenderjahr für höchstens 28 Kalendertage gezahlt und beträgt pro Kalenderjahr bis zu 1.510,-- (ab 2012 bis zu 1.550,--), wenn die Verhinderungspflege durch Pflegepersonen sichergestellt wird. Zu beachten ist dabei, dass wenn der Erstattungsbetrag oder der Zeitraum erschöpft ist, ist der Anspruch für das ganze Kalenderjahr erschöpft.

 


 

 

Das persönliche Budget - "Jetzt entscheide ich selbst!"

 

Persönliches Budget bedeutet so viel wie persönliches Geld.

 

Es ist ein festgelegter Geldbetrag, den Sie statt einer Sachleistung zu Beginn eines Monats erhalten, um die Dienstleistungen, die Sie im Alltag benötigen, selbst zu organisieren oder einzukaufen. Dies bedeutet, dass Sie entscheiden können, welche Hilfen Sie mit diesem Geldbetrag wann, wie oft und durch wen in Anspruch nehmen. Die Höhe des Betrages ist abhängig von den Zielen, die Sie mit den hilfen erreichen wollen und welche Art von Hilfen Sie dazu benötigen. Jede Person mit Behinderung - unabhängog vom Alter sowie von Art und Schwergrad der Behinderung kann von dem persönlichen Budget Gebrauch machen.

Diese Wahlfreiheit, die das persönliche Budget ermöglicht, förder ihre Selbstbestimmung und Selbstständniskeit!

 

Gleichzeitig setzt diese Wahlfreiheit voraus, dass Sie selbst mit ihrem persönlichen Geld gut auskommen und ihre Unterstützung selber regeln müssen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie in der beigefügten PDF-Datei und beim Beratungstelefon der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) unter der kostenfreien Telefonnummer

 

0180/2216621.

 

Außerdem stehe ich Ihnen natürlich bei Fragen zur Verfügung Sie erreichen mich, Karsten Glißmann,unter:

 

05231 - 94 35 999